Für viele Familien von verstorbenen Kindern jeden Alters stehen Sterne und der Himmel als ein ewiges Symbol der Verbundenheit.

Oft stellen Kinder sich vor, ihr verstorbenes Geschwister wohne dort oben im Himmel auf einem Stern und das tröstet sie sehr.  Das verstorbene Kind bleibt für immer ein Fixstern am Familienhimmel. 

Ein symbolisches Bild das Kraft geben kann.

 

Durch den Kontakt mit den betroffenen Familien ist für mich die achtsame und individuelle Kinderbestattung eine Herzensangelegenheit geworden.

 

Ein naher Freund einer Trauerfamilie fragte einmal:

Was kann jetzt noch getan werden, wozu danach nie mehr die Gelegenheit kommt?

 

Dies ist eine wesentliche Frage.

Wie will unsere Familie diese Tage zwischen Tod und Bestattung stimmig gestalten.

  • Angehörige dürfen im Prozess des Abschiednehmens eine wirkliche Wahl haben, mit Varianten der erlaubten Vielfalt.
  • Behutsamkeit und das Offenlassen von Möglichkeiten sind wichtig, um kleine Schritte des Begreifens gehen zu können.
  • Was möchten wir in liebender Fürsorge für unser totes Kind selber tun, was gemeinsam und was abgeben.

Diese sensiblen Fragen brauchen Zeit. Besonders Eltern möchten noch viel selber für ihr verstorbenes Kind machen. Es ist die letzte Gelegenheit Erinnerungen zu schaffen und der Anfang der Erinnerungskultur kann angelegt werden. 

 

Im Zeitraum vom Tod bis zur Bestattung werden viele Weichen für eine gelingende Trauerverarbeitung gestellt. Es sind kostbare, weil nicht wiederholbare Tage.

 

Wenn in einer Familie ein Kind stirbt, ist dies das schlimmste was wir uns alle vorstellen können.

Die Eltern, Geschwister und nahen Angehörigen müssen jetzt ein Stück Lebensweg gehen, der eigentlich unmöglich gegangen werden kann.

 

Alles sollte in geschützter Ruhe geschehen, damit die Trauerfamilie Schritt für Schritt spüren kann, was sie wie gestalten möchten.

 

Es gibt keine goldene Regel wie Abschied und Bestattung sein muss. Ein guter Abschied, eine gute Bestattung ist individuell, einzig zur Familie und dem verstorbenen Kind soll es passend sein.

 

Gerne bin ich in diesen Tagen stützend an Ihrer Seite.